»Man kann in die Tiere nichts hineinprügeln, aber man kann manches aus ihnen herausstreicheln.«
Astrid Lindgren
Wir alle sind ehrenamtlich tätig, tagsüber berufstätig und können unsere Aufgabe nur in unserer Freizeit wahrnehmen. Falls wir nicht erreichbar sind, melden Sie Notfälle bitte dem Tierheim Wetterau in Bad Nauheim Rödgen, der Stadtpolizei oder dem zuständigen Polizeirevier.

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Rehkitzrettung

Wenn im Frühling und Sommer wieder die Erntemaschinen über die Felder rollen, bedeutet das für Rehkitze eine große Gefahr. Jedes Jahr werden durch die Grasernte etwa 100.000 Jungtiere in Deutschland getötet oder verstümmelt. Doch auch andere Tiere wie Hasen oder Vögel, die an die Felder gebunden sind, werden durch die Mäharbeiten bedroht. Opferzahlen sind hier noch unbekannt.

Der Tierschutz Karben e.V. hat 2016 eine Initiative zur Wildtierrettung ins Leben gerufen und lädt Landwirte und Jagpächter in Karben dazu ein, mit ihm zu kooperieren. Um das Tierleid zu verhindern, greift der Verein auf einen Mix aus verschiedenen Maßnahmen zurück. Nur so kann ein hoher Schutz für die Tiere gewährleistet werden.

Rehkitzretter gesucht

Helfer gesucht

Hierfür suchen wir freiwillige Helfer, die bereit sind, vor dem Mähen Wiesen nach Kitzen abzusuchen. Möchte ein Landwirt seine Wiese mähen, so informiert er rund einen Tag vorher den zuständigen Jagdpächter. Dieser setzt sich mit dem Tierschutz Karben in Verbindung. Eine Gruppe von 10 bis 12 Mitgliedern und Helfern geht dann am Abend oder früh am Morgen vor dem Mähen in Begleitung des Jagdpächters engmaschig die Wiese ab. So können Rehkitze, die von ihren Müttern im hohen Gras abgelegt wurden, gefunden und in Sicherheit gebracht werden. Helfer sollten kurzfristig einsatzbereit und gut zu Fuß sein.

Teilen Sie uns bei Interesse bitte per Mail (info@tierschutz-karben.de) Ihren Namen und Anschrift sowie die Handy-Nr. mit oder melden Sie sich direkt bei Christine Gredel (0152-29737610) oder Stephanie Ketter (0163-8018807).

Maßnahmen

Neben der Suche nach Kitzen durch Menschen setzen wir weitere Maßnahmen ein wie Schallkanonen auf den Traktoren, Flatterbänder oder die Wildscheuche in den Wiesen. All dies dient dazu, das Muttertier so aufzuscheuchen, dass es die Wiese als nicht sicher ansieht und das Kitz vor dem Mähen wegbringt. Der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkamera ist derzeit noch nicht ausgefeilt genug. Die Technik ist sehr teuer und nur sehr früh morgens bzw. abends einsetzbar, wenn die Temperaturunterschiede zwischen dem Tier und der Umgebung groß genug sind. Der Verein hat sich daher zusammen mit den Jagdpächtern und Landwirten für eine Kombination aus Absuchen der Wiese, Einsatz der Wildscheuche und von Schallkanonen entschieden.

Wann

Ca. von Mitte Mai bis Mitte Juli, am Morgen oder späten Nachmittag / Abend

Zeitlicher Umfang

Die Einsätze dauern je nach Größe der Wiese ca. ein bis zwei Stunden.

Organisation

Der Tierschutz Karben informiert die Helfer über WhatsApp. Es ist nicht möglich, Termine telefonisch, über Facebook oder per Mail weiterzugeben. In der WhatsApp-Gruppe wird der Treffpunkt, die Uhrzeit und die benötigte Anzahl der Helfer bekannt gegeben. Bitte ausschließlich antworten, wenn man teilnimmt und mit wie vielen Leuten man kommt. Bitte keine Antworten wie „kann leider nicht“. Sollte der Termin wetterbedingt kurzfristig abgesagt werden müssen, erfolgt dies auch ausschließlich über WhatsApp.Grundsätzlich erfolgt die Einladung einen Tag vor Mähtermin.

Auch der zuständige Jagdpächter kommt zum Treffpunkt. In einer Reihe mit einem Abstand von ca. 1,5 bis 2 m geht man nebeneinander durch die Wiese, die Augen immer konzentriert auf den Boden gerichtet, um ein Kitz oder ein Vogelgelege zu sehen. Wird eines gefunden, kümmert sich der Jagdpächter um die Sicherung. Niemals ein Kitz einfach selbst aus dem Feld transportieren!

Treffpunkt

Es ist wichtig,rechtzeitig vor Ort zu sein. Eine Abholung durch Tierschutz kann nicht geleistet werden.

Kinder

Für kleinere Kinder zu anstrengend, sie können sich nicht so lange konzentrieren oder langweilen sich. Kinder ab 12 Jahren dürfen mitlaufen.

Hunde

Keine eigenen Hunde mitbringen, die Gefahr ist zu groß dass das Kitz gebissen wird oder dass mehrere Hunde sich nicht vertragen. Außerdem ist die Suche sehr anstrengend für die Hunde. Nur die ausgebildeten Hunde der Jagdpächter werden dafür eingesetzt.

Kleidungsempfehlung

Lange Ärmel und Hosen, festes Schuhwerk, ggf. einen Hut als Sonnenschutz. Ärmel- und Hosenbündchen ggf. mit Zeckenschutz einsprühen. Helle Kleidung ist optimal, um Zecken schnell zu finden.

Weitere Informationen

Wetterbedingt kann es sein, dass Termine sehr kurzfristig angesetzt oder abgesagt werden müssen. Wir bitten Sie um Verständnis dafür.

Infomaterial

Mitschrift Info-Abend Rehkitzrettung am 17. März 2017 (ca. 34 KB)

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Schützt die Wildtiere (ca. 822 KB)

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Feldtag zum Thema Jungwildrettung (ca. 625 KB)

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